Eigenbetrieb der
Stadt Koblenz
Grünflächen- und
Bestattungswesen
Grünflächenwesen

Das Stadtbaummanagement

Das Stadtbaummanagement ist der moderne Baumpflegefachbereich des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen. Ziel ist es, den Baumbestand der Stadt Koblenz im Hinblick auf seine Bedeutung für das Stadtklima und die Freiraumqualität zu pflegen und zu entwickeln. Hierzu gehören unterschiedlichste Baumpflegemaßnahmen, wie die Umsetzung von Verkehrssicherungsmaßnahmen, die Freihaltung von Verkehrswegen, Beleuchtungseinrichtungen und Beschilderung sowie der Erziehungsschnitt an jungen Bäumen, um diesen eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

EDV-gestütztes Baumkataster

Um eine fachliche Baumpflege sicherstellen zu können, betreibt der Eigenbetrieb ein EDV-gestütztes Baumkataster, in dem zurzeit rund 57.121 Bäume im Straßenbegleitgrün und in Grünanlagen erfasst sind. Mindestens einmal pro Jahr, bei Bedarf auch häufiger, wird nach Maßgabe der technischen Regelwerke eine Baumkontrolle an allen im Kataster erfassten Bäumen durchgeführt. Die Baumkontrollen selbst erfolgen durch eigenes, speziell geschultes Fachpersonal oder durch Sachverständigenbüros. Die Ergebnisse der Baumkontrollen werden im Baumkataster unter Angabe der erforderlichen Maßnahmen mit Prioritäten festgehalten und dokumentiert. Aus dieser Dokumentation erhält die Baumpflegekolonne die Arbeitsaufträge über den erforderlichen Pflegebedarf und die Verkehrssicherungsmaßnahmen an den betroffenen Bäumen.

Auch bei Stürmen zeitnah Verkehrssicherheit

Die Arbeitsaufträge sind sehr vielschichtig und können bei den im Baumkataster erfassten Bäumen nicht allein durch die eigenen Baumpflegemitarbeiter erledigt werden. Um die gesetzlichen Anforderungen der Baumpflege erfüllen zu können, arbeitet der Eigenbetrieb mit einem Fachunternehmen zusammen. Durch diese Zusammenarbeit ist es möglich, schnell auf Arbeitsspitzen zu reagieren und auch bei Stürmen zeitnah die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Sachverständige prüfen im Zweifel

Fallen bei der Baumkontrolle Schäden auf, deren Ausmaße und Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit nicht allein durch eine Inaugenscheinnahme abgeklärt werden können, müssen eingehende Baumuntersuchungen erfolgen. Bei Bedarf beauftragt das Stadtbaummanagement Sachverständige, die mit anerkannten technischen Untersuchungsmethoden die Stand- und Bruchsicherheit der auffälligen Bäume fachgerecht überprüfen und geeignete Maßnahmen ableiten.

Das Stadtbaumkonzept

Bäume in der Stadt nehmen vielfältige und wichtige Funktionen war. Sie verbessern nachhaltig das Stadtklima, und tragen wesentlich zur Stadtgestaltung bei. Ziel ist deshalb der Erhalt des vorhandenen Baumbestandes. In Anbetracht der aktuellen Ausgangslage mit einem teilweise überalterten Bestand aber auch der weiter steigenden Bedeutung der Bäume hinsichtlich der Änderung des Stadtklimas stehen außerdem die Erneuerung und  die Erweiterung des Baumbestandes im Fokus. 

Kleine Anzahl junger Bäume

Viele ältere und zum Teil geschädigte Bäume stehen einer kleinen Anzahl an jungen Bäumen gegenüber. Ein weiteres Problem ist der in vielen Straßen oft uneinheitliche Baumbestand, der aufgrund unterschiedlicher Pflegeansprüche einen erhöhten Pflegeaufwand verursacht.

Masterplan Grün 2011+

Für Erhalt und Entwicklung des Koblenzer Baumbestandes wurde unter Federführung des Eigenbetriebes Grünflächen- und Bestattungswesen und in Zusammenarbeit mit dem Büro Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten, Herford, sowie einzelnen Fachabteilungen der Stadt Koblenz  das Koblenzer Stadtbaumkonzept entwickelt. Es ist Teil der Gesamtstrategie Masterplan Grün 2011+ und stellt das übergeordnete Instrument für die Weiterentwicklung des städtischen Baumbestandes dar.

Mit dem Stadtbaumkonzept wurden insbesondere Grundlagen für Neu- und Umplanungen erarbeitet. Ziel ist ein langfristig stabiler Baumbestand. Voraussetzung dafür sind möglichst optimale Bedingungen am Standort mit jeweils angepassten Lösungen, die gleichzeitig räumliche Besonderheiten berücksichtigen und gestalterische Aufgaben wahrnehmen können.

Die Erarbeitung des Stadtbaumkonzeptes wurde in vier in sich abgeschlossenen Schritten vorgenommen:

  • Im ersten Abschnitt erfolgte die Grundlagenermittlung. Von besonderem Interesse waren die bestehenden örtlichen Gegebenheiten. Des Weiteren wurden die wichtigsten Funktionen der Stadtbäume dargestellt und Kriterien für die Auswahl geeigneter Baumarten benannt.
  • Mit dem darauf folgenden Schritt, der Rahmenplanung, wurden allgemein anwendbare Gestaltungsgrundsätze durch Baumpflanzungen definiert und daraus ein Leitbild erstellt.
  • Darauf aufbauend konnte die Strukturplanung für einzelne Stadtteile als Vorbereitung der Maßnahmenplanung vorgenommen werden. In diesem Schritt wurden erforderliche Maßnahmen konkretisiert. Die erarbeiteten Leitbilder mit Aussagen zur Baumart sowie weiteren Angaben detailliert ausgearbeitet. Exemplarisch wurde an dieser Stelle ein Bepflanzungskonzept für die Altstadt und Teile der südlichen Innenstadt unter Beachtung der Erschließungsfunktion einzelner Straßen entwickelt und entsprechende Leitbaumarten charakterisiert. Beispielsweise wurden für alle Verbindungen zum Rhein nicht heimische Baumarten und für alle Verbindungen zur Mosel heimische Baumarten vorgeschlagen.
  • Die abschließende Maßnahmenplanung bezieht sich auf einzelne Abschnitte (Straßen, Plätze) und berücksichtigt unter anderem Grundlagen der technischen Infrastruktur sowie Aspekte der Straßennutzung.

Das Stadtbaumkonzept ermöglicht als praxisnaher Leitfaden die koordinierte Maßnahmendurchführung zur Erhaltung und Entwicklung des Koblenzer Stadtbaumbestandes

500 Bäume müssen 2019 gefällt werden

Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat ihnen stark zugesetzt: Erschreckend viele Stadtbäume sind in diesem Jahr gar nicht oder nur kümmerlich wieder ausgetrieben. Bei rund 500 Bäumen hat das Stadtbaummanagement des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen festgestellt, dass sie abgestorben sind oder dass sie absterben werden. Und so müssen in den kommenden Wochen deutlich mehr Bäume gefällt werden, als in den vergangenen Jahren.

Behinderungen auf der Simmerner Straße

Die trockenen Sommer seit 2003 haben viele Bäume geschwächt. So konnten sich auch Infektionen durch Pilze, wie die Rußrindenkrankheit bei Ahornbäumen, ausbreiten und Bäume abtöten „Bergahorn und Spitzahorn sind am häufigsten betroffen“, berichtet Stephan Dally vom Stadtbaummanagement. Deutlich erkennbar sind die Schäden unter anderem entlang der Simmerner Straße auf der Karthause. Dort müssen ab dem 10. Juni zwischen 50 und 100 Bäume gefällt werden. Dabei kann es zu Behinderungen des Verkehrs kommen, da die Straße einseitig gesperrt und eine Ampelschaltung eingerichtet wird.

Sperrung des Rheinsteigs

Stark betroffen ist auch die 9. Etappe des Rheinsteigs. Der Abschnitt von Ehrenbreitstein auf die Festung, entlang der Festung und weiter bis nach Urbar wurde mittlerweile gesperrt. Erst wenn die toten Bäume gefällt und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt ist, kann dort wieder gewandert werden.

Jungbäume treiben wieder aus

Ebenfalls gelitten unter dem bislang trockenen Sommer 2019 haben viele Jungbäume. Obwohl die Neupflanzungen regelmäßig gewässert werden, haben hohe Temperaturen von mehr als 40 Grad und starke UV-Strahlungen dazu geführt, dass ein Teil der Jungbäume die Blätter verloren hat. Hier sind die Stadtgärtner aber jedoch zuversichtlich, dass die Jungbäume nicht tot sind, sondern zum überwiegenden Teil wieder austreiben. Daher werden die Bäume auch weiterhin gewässert.

Unter den Neuanpflanzungen sind auch zahlreiche Besonderheiten. Denn auf der Suche nach zukunftsfähigen Bäumen für den Straßenraum pflanzt der Eigenbetrieb auch bislang wenig verbreitete Baumarten und -sorten der nördlichen Hemisphäre, die besser mit Trockenheit und Hitze zurechtkommen.

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Mein Baum für Koblenz

Sie möchten etwas für das Stadtklima tun und gleichzeitig das Stadtbild mitgestalten? Wünschen Sie sich eine lebendige Erinnerung an ein schönes Ereignis, einen oder mehrere liebe Menschen? Möchten Sie als Unternehmen Ihr Werbebudget anstatt in Kunststoff-Werbeartikel lieber nachhaltig in Bäume investieren?

Dann spenden Sie einen oder mehrere Bäume für Koblenz!

Eichen kurz vor der Pflanzung

So werden Sie Baumspender

Schon für vierhundert Euro können Sie eine Baumspende realisieren. Ausgewählte Standorte stehen zur Verfügung – im Straßenbereich, auf Friedhöfen und in Grünanlagen*.

Nachpflanzen an bestehendem Baumstandort

400 Euro

Nachpflanzen an bestehenden Baumstandort + 3 Jahren Pflege

1000 Euro

Baumpflanzung an einem neuen Standort

1000 Euro

Baumfpflanzung an einem neuen Standort + 3 Jahren Pflege

1700 Euro

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Haben Sie noch weitere Fragen? Unter der E-Mail-Adresse gruenundfriedhof@stadt.koblenz.de oder der Telefonnummer 0261/129-4224 können Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

*Leider ist es nur in Ausnahmefällen möglich, einen Baum in den Rheinanlagen zu spenden. In der historischen Gartenanlage werden keine neuen Baumstandorte geschaffen, sondern in der Regel nur gefällte Bäume ersetzt.

Baumbeet-Paten gesucht

Bäume werden in der Stadt immer wichtiger. Ihr Laub produziert Sauerstoff, sie filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft, sorgen durch ihre Verdunstung für eine Befeuchtung und Abkühlung und spenden im Sommer Schatten. Grüne Baumkronen haben zudem eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden und die Psyche. Im Baumkataster der Stadt Koblenz sind mehr als 57.000 Bäume erfasst, die als Straßenbegleitgrün oder in Grünanlagen stehen. Auch die Fläche unter den Straßenbäumen, die so genannte Baumscheibe, ist wichtig. Wird sie gepflegt und gegossen, sieht dies nicht nur schön aus, sondern verbessert auch die Lebensbedingungen des Baumes.

Paten pflegen die Flächen und gießen
Um unattraktive Baumbeete aufzuwerten, hoffen die Stadtgärtner auf Paten unter den Anwohnern. Wer sich um die Fläche rund um seinen „Lieblingsbaum“ kümmern möchte, kann eine Vereinbarung mit dem Eigenbetrieb treffen. Ideal ist ein Baumbeet vor der eigenen Haustür oder dem Arbeitsplatz sowie am Straßenrand vor Schulen und Kindertagesstätten. Ein Wasserhahn sollte in der Nähe sein, denn in den Sommermonaten muss regelmäßig gegossen werden. Weitere Aufgaben sind das Entfernen von Wildbewuchs, Baumsämlingen, Unrat, verblühten und abgestorbenen Pflanzenteilen sowie ein jährlicher Rückschnitt und Nachpflanzungen. Interessenten können sich jederzeit telefonisch oder per Email melden beim Eigenbetrieb. „Es empfiehlt sich, Mitstreiter zu suchen. Als Gemeinschaftsaktion macht es zum einen mehr Spaß, zum anderen andern können sich die Akteure gegenseitig unterstützen“, rät der Werkleiter.

Blumenmischungen für Insekten und Vögel
Viele Straßen im Stadtgebiet eignen sich gut für Baumbeet-Patenschaften. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Die Stadtgärtner haben Pflanzen- und Wildblumenmischungen für unterschiedliche Standorte zusammengestellt. „Um die Artenvielfalt zu fördern, legen wir besonderen Wert auf Blühpflanzen mit einem attraktiven Angebot an Nektar und Pollen für Insekten sowie Samen für Vögel“, sagt Drechsler. Die Stauden oder das Saatgut besorgt der Eigenbetrieb. Nach einer Einweisung durch einen Stadtgärtner kann gepflanzt oder ausgesät werden.

Kontakt: Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen,
Telefon: 129-4202, Email: gruenundfriedhof@stadt.koblenz.de